Blogbeitrag

So mancher Gastronom bringt sich selbst mit Messer und Gabel um

…oder, wie Sie das mit den 7% Umsatzsteuer richtig machen.

Viele Gastronomen und Hoteliers kennen sie sehr gut, die Frage: „Wie schreibe ich nun korrekt meine Rechnung für das Buffet, dass ich heute an meine Kunden geliefert habe? Mit 7% oder 19% Umsatzsteuer?“

Nun gibt es nach langem Hin und Her eine aktuelle Rechtsprechung zu diesem Thema, welche auch rückwirkend ab dem 01.07.2011 anwendbar ist.

Grundsätzlich gilt nun Folgendes:

Die Abgabe von Speisen und Getränken stellt nach dem Umsatzsteuerrecht grundsätzlich eine Lieferung von Waren dar, welche vom Unternehmer mit 7% Umsatzsteuer besteuert werden darf. Voraussetzung dafür ist, dass die Abgabe der Speisen und Getränke im Vordergrund steht und sämtliche anderen damit in Verbindung stehenden Dienstleistung (wie beispielsweise Gestellung von Personal zur Essenausgabe am Buffet, Reinigung und Bereitstellung von Verzehrvorrichtungen) nicht eine sonstige Dienstleistung erahnen lassen.

Und genau hier wird Ihr Prüfer Ihre Cateringrechnungen genauestens unter die Lupe nehmen, denn 90% aller Cateringbetriebe machen hier gravierende Fehler und sind somit in einer Betriebsprüfung angreifbar. Ergebnis, die Buchhaltung wird verworfen und geschätzt.

1. Beispiel:

Der Betreiber eines Imbissstandes gibt verzehrfertige Würstchen, Pommes Frites usw. an seine Kunden in Pappbehältern oder auf Mehrwerggeschirr ab. Der Kunde erhält dazu eine Serviette, Einweg- oder Mehrwegbesteck und auf Wunsch Ketchup, Mayonnaise oder Senf. Der Imbissstand verfügt über eine Theke und drei Bistrotische, an denen die Speisen im Stehen eingenommen werden können. 80 % der Speisen werden zum sofortigen Verzehr abgegeben, 20 % der Speisen werden zum Mitnehmen abgegeben. An sonnigen Tagen stellt er zusätzlich Stühle, Bänke oder Bierzeltgarnituren auf. Welche Umsätze haben nun welchen Umsatzsteuersatz?

2. Beispiel:

Ein Gastronom erhält den Auftrag für ein Catering. Nachdem der Gastronom seinen Kunden bei der Auswahl der Speisen, deren Zusammenstellung und Menge individuell beraten hat, bereitet er ein kalt-warmes Buffet zu. Die fertig belegten Platten und Warmhaltebehälter werden von den Kunden abgeholt oder vom Gastronomen zum Kunden geliefert. Kurzfristig entscheidet man sich bei Lieferung Geschirr und Besteck zur Ausgabe der Speisen oder zum Servieren zur Verfügung stellen. Wie sollte der Gastronom nun seine Umsatzsteuer berechnen?

Wie Sie Ihre Cateringumsätze richtig deklarieren und Ihre Rechnungen korrekt formulieren erfahren Sie bei uns.

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