Blogbeitrag

Warum Sie als Gastronom Ihren Steuerberater verstehen lernen sollten

In den vergangenen Wochen habe ich etliche Gastronomen interviewt. Ich erlebte dabei drei Gruppen. Die eine Gruppe, welche nicht rechnen konnte und die zweite, welche gut rechnen konnte.

Das ist sicherlich nicht weiter verwunderlich, es menschelt eben überall. .

Ich bin nicht der Meinung, dass der landläufig geprägte Satz; „Wer nichts wird, wird Wirt.“ stets seine Gültigkeit behalten soll. Doch offensichtlich herrscht immer noch die Einstellung: „ Ich mach das jetzt mal und mal schauen was dabei heraus kommt.“
…..und dann noch diejenigen, welche vorgeben zu wissen was Sie tun.

Wenn wir heutzutage ein Unternehmen in der Gastronomie & Hotellerie starten ist es aus meiner Sicht existentiell, ein Mindestmaß an Kenntnis über das Zahlenwerk eines solchen Unternehmens zu besitzen……oder sich schnellstens anzueignen.

Gerade gestern bekam ich ein solches Zahlenwerk mit dem Kommentar des Überbringers: „Ich versteh davon ja nichts, dass macht alles mein Geschäftspartner.“ in die Hand.

Solche Gesprächseröffnungen gefallen mir dann ganz besonders. Es zeigt so herrlich den klassischen Fall von, Management per Abdankung. Arbeitsteilung im Unternehmen gut und schön. Doch nur nicht so. Es sieht eher nach dem typischen ABC des Unternehmensniedergangs aus: Arroganz, Bürokratie und Complacency (Selbstzufriedenheit)

So zieht es sich durch viele Bereiche des Unternehmens bis in täglich anzufertigende Buchhaltung.

Sie wird meist nach Schließung am Abend schnell irgendwie erledigt und am Monatsende dem Steuerberater übergeben.
Bei Abholung wird nicht in die Auswertung geschaut und am Jahresende kommt die große Überraschung mit der Frage; „Wo soll denn das Geld sein, was hier in der Spalte für Jahresgewinn steht?“

Was dann meist in solchen Gesprächen passiert, möchte ich hier aussen vor lassen, denn es kommt mir heute auf etwas anderes an, als Missstände zu portraitieren.

Es kommt mir eher darauf an Ihnen lieber Gastronom, Möglichkeiten aufzuzeigen mit denen Sie das Spiel für sich gewinnen können.

Bei den meisten von mir interviewten Gastronomen herrschte zum Thema Steuern und Buchhaltung eher eine unangenehme Berührtheit.
Solche Haltung entwickeln wir Menschen immer dann, wenn wir uns in der Opferrolle sehen.

……aber was würde bei Ihnen passieren, wenn Sie beginnen sich Ziele zu setzen und sich für diese Ziele zu engagieren? ……..würde sich vielleicht Ihre Einstellung zu ungeliebten Dingen, wie der Buchhaltung und den Steuern ändern und Ihre Haltung zu bis dato unliebsamen Tätigkeiten sich verändern? ……probieren Sie`s doch einmal aus.

Wir bei special! b sind stets der Meinung, dass Buchhaltung Spaß machen kann und auch soll, denn sie ist die ehrlichste Reflexion welche Sie in Ihrem Unternehmen bekommen können.

Hier können Sie monatlich sehen, ob Sie Ihren Zielen näher kommen oder nicht. Ob Sie die richtige Haltung und Einstellung bewahren und die dafür notwendigen Schritte einhalten.

Ist das nicht großartig?

Natürlich macht es Arbeit. Keiner sagt, dass irgendetwas leicht ist. Doch gerade weil Sie neben dem Gastronomen auch Unternehmer sind, dürfen Sie sich frei entfalten.

Unternehmer in der Gastronomie können kochen, servieren, putzen, Belege sortieren u.s.w. und sie können zielorientiert an ihrem Unternehmen arbeiten, statt nur ausschließlich irgendwie 18 Stunden täglich im Unternehmen zu schuften.

Sie haben die Wahl und das finde ich im Unternehmertun immer wieder wirklich großartig.

Alles beginnt mit Ihrer Haltung. Wenn Sie sich bemühen und lernen Ihren Steuerberater besser zu verstehen, machen Sie Quantensprünge.

Steuerfachangestellter und Gastronom sprechen zwei unterschiedliche Sprachen. Im Regelfall versteht der Gastronom nicht zu 100%, was der Steuerfachangestellte über seine Buchhaltung sagt und der Steuerfachangestellte weiß nicht immer von und ganz was im Restaurant des Gastronomen los ist.

Er kennt nicht den Grund, warum das Einkaufsverhalten so ist und nicht anders. Er sieht nicht warum Belege so geordnet sind, wie sie sind. Und er kennt die Gedankengänge zu den Arbeitsabläufen im Restaurant nicht.

Der Steuerfachangestellte welche in Ihrem Fall die Basisarbeit zu Ihrer Buchhaltung für Sie verrichtet, hat oft überhaupt keinen Schimmer über ihre Handlungen und Motive. Woher auch?

Und Sie wiederum kennen seine Handlungsabläufe und Gedanken zu Ihrer angefertigten Buchhaltung nicht, während er sie verarbeitet.

Sie wissen nicht, ob er den Hintergrund zu Privateinlagen in die Kasse und Entnahmen aus der Bank genau so versteht, wie Sie es wünschen. Oftmals gibt es auch keinen Sachstandsbericht zur Buchhaltung, oder er wird nicht gelesen und keiner achtet großartig darauf.

……..wenn Sie Ihre monatliche Auswertung nicht lesen können, bemerken Sie nicht wenn Buchhaltungsfehler auf Grund von Verständigungsfehlern gemacht werden.

Der einzig mögliche und auch beste Weg ist, Sie verändern Ihre Einstellung zum Thema. Setzten Sie sich Unternehmensziele und auch private Ziele. Verfolgen Sie diese und nehmen Sie Ihre Tätigkeit an Ihrer Buchhaltung nicht als lästige Pflicht dem Fiskus gegenüber, sondern betrachten Sie sie als Ihre Unterstützung zur Zielerreichung.

Sie werden wie von selbst dabei auf Ihren Erfolgs- und Wohlfühlkurs einschwenken, weil Sie es fortan in der Hand haben, wie Sie auf Irrungen und Wirrungen reagieren. Und am besten, Sie suchen sich dazu auch Ihr ganz persönliches sympathisches Steuerbüro und nicht das erstbeste, was Ihnen das preiswerteste Angebot macht. Richtig gut gemachte Buchhaltung kostet nicht nur 150 € oder 200 € im Monat.

Ihr

Gero Köppner

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