Blogbeitrag

Vom Saulus zum Paulus – PKW-Leasing in der Gastronomie

Kaum ein Betriebsmittel ist emotionaler und heißer in seiner Anschaffung und Unterhaltung. Fast täglich ist es ein Diskussionsthema bei uns im Hause, wenn Mandanten uns darauf ansprechen und auch an uns selbst geht es nicht spurlos vorbei. Die Rede ist vom Auto.

In den vergangenen 25 Unternehmerjahren habe ich alte Autos und neue Autos gefahren. Ich habe kleine und preiswerte und große und sehr teure Fahrzeuge gehabt.

Doch ich habe noch nie ein Fahrzeug geleast. Aus zwei sehr persönlichen Gründen.

Erstens, ich liebe meine Freiheit und von einer Bank abhängig zu sein, schien mir schon immer suspekt, doch mit meinem Auto, meinem Inbegriff von Freiheit von einer von mir damals als räuberisch eingestuften Leasinggesellschaft abhängig zu sein, erschien mir unmöglich.

Zweitens, der für mich immer viel zu hohe Preis für meine Faulheit war mir nie schlüssig.

Doch nur ein Narr ändert niemals seine Meinung und die Zeiten ändern sich. Denn auch Leasinggesellschaften wollen mehr Kunden gewinnen. Also denken sie sich neue und bessere Modelle aus. Und die Zeiten für uns Unternehmer ändern sich auch. Erstens, unsere Freiheiten verlagern sich und zweitens unsere Tätigkeiten und Prioritäten verändern sich.
Früher war ich ein Vielfahrer, verschmähte öffentliche Verkehrsmittel und liebte die Autobahn. Ich wäre das gefundene Fressen für ein Leasingunternehmen gewesen. Heute fahr ich keine 1.000 Kilometer mehr im Monat. Würde ich jetzt die Bequemlichkeit lieben und würde es mir emotional nichts ausmachen, hohe Monatsraten an die Leasinggesellschaft zu zahlen, dafür dass vor meinem Büro eine „coole Karre“ steht, würde ich mein Auto auf jeden Fall über eine Leasinggesellschaft anschaffen.

Warum?

Ganz einfach, weil es so schön bequem ist und weil ich es mir leisten könnte.

Und da sind wir, liebe Leser, schon beim Thema.
Kein Betriebsmittel in der Gastronomie verbrennt soviel Geld und produziert so wenig, wie das Auto des Unternehmers und auch des Gastronomen.

Also benötigen wir Lösungen, welche zum jeweiligen Umsatz-Gewinn-Verhältnis unserer Gastronomie passen. Sonst gibt’s vielleicht böses Erwachen.

Leasing kann eine Lösung sein, wenn Sie gute monatliche Umsätze haben und Barzahlung oder Kredit für Sie nicht in Frage kommt.

Sie sollten jedoch kein Angebot mit einer Leasingsonderzahlung annehmen.
Das Geld ist für immer weg und noch frevelhafter als über eine Leasingsonderzahlung kann man wohl Geld nicht behandeln, außerdem gibt es derzeit genug Verträge ohne Anzahlung.

Und jetzt kommt das allerbeste am Leasing. Sie können Ihre monatlichen Leasingraten voll in Ihre Kosten nehmen – wunderbar.

Und genau hier ist nämlich auch die Zielgruppe vom Leasingangebot. Gastronomen und Hoteliers mit dauerhaft weit mehr als 60.000€ Monatsumsatz.

Warum?

Sie können die meist höheren monatlichen Belastungen tragen, haben vielleicht gerade keine weiteren Belastungen im Unternehmen, sehen auch keine in der Zukunft, sind privat äußerst solvent, wollen sich jetzt mal etwas gönnen und wollen hier einfach eine elegante und saubere Lösung. Und damit sind Leasingangebote perfekt.

Denn der Vorteil vom Leasing ist in einem Satz erklärt. Steuerlich elegant und sehr bequem, weil solche Leasingverträge auch oft mit sehr bequemen Werkstattverträgen verbunden sind. Die damit verbundenen höheren monatlichen Kosten müssen zu Ihnen passen, sonst kann es sich für Sie sehr schnell zu einem finanziellen Desaster entwickeln.

Und Sie sollten sich aus meiner Sicht im Leasing immer für ein Fahrtenbuch entscheiden. Zum Einen um Ihre Kilometer und somit die Mehrkosten im Blick zu behalten und zum Anderen, um nicht die Kosten der 1%-Regel auch noch zu haben.

Vielleicht würden Sie mir, verehrter Leser, an dieser Stelle einwerfen wollen: „Das macht den Kohl für diese von mir gerade beschrieben Zielgruppe auch nicht fett.“ . Dann haben Sie vollkommen Recht und ich muss mich entschuldigen. Hier ging mit mir gerade mein in mir neu entdecktes Buchhaltergen durch.

Ihr

Gero Köppner

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