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Die 5 wichtigsten Hacks für Ihren PKW-Barkauf

Ein PKW-Barkauf kann sich positiv wie negativ auswirken. Hier soll dargestellt werden, welche Voraussetzungen Sie jeweils beachten müssen, damit Sie ein optimales Ergebnis produzieren können.
Es kann sein, dass Sie als Einzelunternehmer, Inhaber einer KG/OHG/GbR oder Gesellschafter einer GmbH/UG Ihren PKW bar kaufen müssen, weil Sie aus irgendeinem Grund keinen Kredit von Ihrer Bank bekommen. Denn dann bleibt Ihnen oft nichts anders übrig.

PKW-Barkauf kostet Geld

Wenn Sie nun Ihr Auto als Einzelunternehmer oder Inhaber einer KG/OHR/ GbR bar bezahlen wollen, achten Sie vor allem auf Ihre Liquidität.

Ihr Geld ist weg und Sie schmälern je nach Autopreis und Gewinnlage Ihre Liquidität erheblich und das ist so gar nicht gut.
Sie haben zwar keine Schulden, doch hier wäre es unter Umständen angebrachter das Auto zu kreditieren. Ein paar Jahre weiter gedacht, kann es aber auch als Vorteil erweisen, keinen Kredit für ein Auto in der Bilanz stehen zu haben. Denn wenn Sie später mal einen Kredit für wichtige Betriebsmittel oder Umbauten brauchen, spielen alte Kredite im Rating bei Ihrer Bank stets eine Rolle in der Gesamtbetrachtung. Sie bemerken vielleicht, wie der Kauf eines so stark emotionalisierten Betriebsmittels zu einem wirklich kühlen, strategisch wichtigen Verwaltungsakt verkommt, wenn Sie es bedacht tun wollen.

Kaufen Sie ein Fahrzeug, welches umsatzbesteuert ist und wenn Sie Ihre Umsatzsteuer vom Fiskus zurück bekommen, legen Sie sie weg für schlechte Zeiten.

Fahrtenbuch oder 1%-Regel

Beachten Sie bei der Wahl Ihres Fahrzeuges, dass Sie sich vorher festlegen müssen, ob Sie sich einem Fahrtenbuch unterwerfen wollen und können.

Denn Sie müssen vorher beachten, ob Sie die für das Fahrtenbuch auferlegten Regeln zwischen geschäftlich und privat gefahrenen Kilometern einhalten können.

> 90% geschäftliche Nutzung

alle Kosten – auch die privaten – dürfen ohne Abzüge im Unternehmen abgerechnet werden- der Fiskus schenkt Ihnen quasi 10% private Nutzung

< 90% geschäftliche Nutzung alle Kosten müssen aus der Buchhaltung entfernt werden Nutzen Sie beispielsweise Ihr Fahrzeug 70% geschäftlich, können Sie zwar erst einmal alle Kosten im Unternehmen belassen, doch zum Jahresende müssen 30% für die private Nutzung aus dem Firmenaufwand entfernt werden.Der Clevere macht das so und errechnet sich frühzeitig, welcher Betrag diese 30% sind, legt diesen für 2% monatlich an und ist somit dem Fiskus ein paar Zentimeter voraus. (Wenn Sie wissen möchten, wo Sie für 2% monatlich anlegen können, kontaktieren Sie mich einfach.)

Schlagen Sie dem Fiskus ein Schnippchen

Ungeschickte Manipulationen am Fahrtenbuch; das kann ich Ihnen aus 25 Jahren Erfahrung jetzt schon zusichern, fallen dem Prüfer immer sofort ins Auge und es fliegt Ihnen um die Ohren. Schätzungsweise geht es dann in der Regel immer so um Beträge um die 10.000€ Nachzahlung.
Entscheiden Sie sich für die 1%-Regel, haben Sie ab sofort 1% des Brutto-Listen-Preises Ihres Autos monatlich auf Ihren zu versteuernden Gewinnen. Und hier können Sie Ihre Liquidität schonend, dem Fiskus ein Schnippchen schlagen, wenn Sie wollen.

Also aufgepasst!

Vielleicht kaufen Sie sich ein 20 Jahre altes Auto für einen wirklich kleinen Preis, der auch als Neuwagen preiswert war. Dann haben Sie einen kleinen monatlichen Betrag aus der 1%-Regel als geldwerten Vorteil zu versteuern, können dann Ihr altes Auto jeden Monat in der Werkstatt Ihres Vertrauens ein wenig mehr aufpeppen lassen und jede Ihrer Rechnungen in Ihre Buchhaltung legen. Somit beteiligen Sie den Fiskus zu 100% an Ihrem vielleicht neuen Hobby.
Sie schonen Ihre Liquidität, bleiben somit flexibel in Ihren unternehmerischen Entscheidungen und wenn Sie darauf achten, dass die Summe Ihrer Werkstattrechnungen in etwa so hoch ist wie Ihr zusätzlich aus der 1%-Regel anfallende geldwerter Vorteil, dann haben Sie alles richtig gemacht.

Zusätzlich haben Sie noch ein Sechstel des Kaufpreises pro Jahr als Abschreibung, welches Sie als Aufwand in Ihrem Jahresabschluss geltend machen können.
So können Sie einen vermeidlichen Nachteil, Ihr Auto bar kaufen zu müssen, in einen doch recht ordentlichen Vorteil umwandeln.

Für alle

Wenn Sie allerdings, wie schon so oft erlebt, sich unbedingt bei einem Jahresgewinn von ca. 100.000€ ein Auto für 50.000€ oder gar 80.000€ kaufen müssen und es dann auch noch bar bezahlen, können Sie sich aus meiner Erfahrung heraus sofort auf eine Steuerprüfung gefasst machen und Sie werden im Folgejahr mindestens in ein sich noch schnelleres Hamsterrad steigen, weil Sie sich mutwillig Ihrer Liquidität und somit Ihrer unternehmerischen Handlungsfreiheit beraubt haben, Ihre Steuern, unvorhergesehene Ausgaben und notwendige Investitionen unter Umständen nicht bezahlen können und somit ist dann sehr schnell und sehr oft der Weg frei für eine sich schleichend anbahnende Insolvenz. Und als Einzelunternehmer oder Inhaber einer GbR/KG/OHG sind Sie dann sehr oft nicht nur geschäftlich sondern auch privat komplett pleite.

Kauf in der GmbH

Was passiert nun, wenn Sie als Inhaber einer Kapitalgesellschaft Ihr Geschäftsauto privat bar kaufen? Auch das kann eine sehr gute Möglichkeit sein, wenn man es richtig macht.
Für manch einen, dessen private Einkommenssituation es erlaubt, kann es richtig gut sein, sein Auto privat zu kaufen um es an seine Gesellschaft zu vermieten. Das ist eine sehr einfache und sehr elegante Lösung.
Oder Sie können auch über eine Reisekostenabrechnung Ihre gefahrenen Kilometer abrechnen. Ob es für Sie rentabel ist, hängt hierbei von der Menge der geschäftlich gefahrenen Kilometer und Ihrer Einkommenssituation ab.

Kaufen Sie Ihr Fahrzeug nun aus Barmitteln Ihrer Gesellschaft, schmälert das bekanntlich Ihre Liquidität und die nun schon oft erwähnten Konsequenzen von schlechter Liquidität kennen Sie jetzt bereits.
Sie können ein Sechstel des Preises pro Jahr geltend machen und Sie müssen ein Fahrtenbuch führen, wenn Sie als Unternehmer mit diesem Wagen fahren und nicht zweifelsfrei nachweisen können, dass Sie mit Ihrem Privatauto Ihre Privatfahrten tätigen. Wenn Sie das nicht können oder wollen, steht Ihnen die 1%-Regel ins Haus.
Sie sollten die Vorsteuer für schlechte Zeiten auf Ihr Sparbuch legen und so viel wie möglich Barzahlungsrabatt verhandeln, denn das ist so gut wie der einzige Vorteil bei dem, was Sie da gerade tun.

Gero Köppner

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